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Artikel: Pferd im Fellwechsel füttern: Was jetzt wirklich gebraucht wird

Pferd im Fellwechsel füttern: Was jetzt wirklich gebraucht wird

Pferd im Fellwechsel füttern: Was jetzt wirklich gebraucht wird

Die Haare hängen an der Jacke, kleben am Halfter und schaffen es auf unerklärliche Weise sogar bis ins Auto. Während dein Pferd sein neues Fell bekommt, wächst vielleicht auch deine Einkaufsliste: etwas Zink, ein Schuss Leinöl, eine Kräutermischung?

Wer sein Pferd im Fellwechsel füttern und sinnvoll begleiten möchte, begegnet einer erstaunlichen Auswahl an Empfehlungen. Dabei lohnt sich zunächst ein Blick auf das, was bereits täglich im Trog und an der Heuraufe landet.

Denn eine passende Fütterung beginnt mit einer guten Grundlage. Darauf lassen sich natürliche und gezielte Ergänzungen so aufbauen, dass sie zum jeweiligen Pferd passen.

Pferd im Fellwechsel füttern: Was bekommt es eigentlich schon?

Bevor du etwas veränderst, schau dir die aktuelle Fütterung einmal als Ganzes an: Wie viel Heu frisst dein Pferd tatsächlich? Wie viel Gras steht noch zur Verfügung? Welches Krippenfutter und welche Ergänzungen bekommt es?

Gerade im Herbst verändert sich oft mehr als das Haarkleid. Die Weidezeit wird kürzer, ein neuer Heuballen kommt zum Einsatz oder das Training läuft anders als im Sommer. Diese Veränderungen gehören mit auf den Zettel.

Ein leichtfuttriges Pony mit stabiler Figur braucht eine andere Betrachtung als ein älteres Pferd, das beim Kauen Schwierigkeiten hat und Gewicht verliert. Beide wechseln ihr Fell. Trotzdem wäre derselbe zusätzliche Futterschöpfer kaum eine passende Antwort.

Der Fellwechsel ist deshalb ein guter Anlass, die Fütterung zu überprüfen. Ob etwas ergänzt werden sollte, ergibt sich aus dem Pferd und seiner bisherigen Versorgung.

Gutes Raufutter bleibt die Grundlage

Heu liefert weit mehr als Beschäftigung. Es trägt zur Energie- und Eiweißversorgung bei und versorgt die Mikroorganismen im Dickdarm mit Faserstoffen. Wie viel es davon liefert, hängt unter anderem von Pflanzenbestand und Erntezeitpunkt ab.

Für den Alltag heißt das: Schau sowohl auf die Qualität als auch auf die tatsächlich gefressene Menge. Eine volle Raufe hilft einem rangniedrigen Pferd wenig, wenn es dort kaum ungestört fressen darf.

Bei älteren Pferden lohnt sich außerdem ein Blick unter die Raufe. Liegen dort regelmäßig ausgekaute Heuwickel, sollte die Kauleistung überprüft werden.

Wird das Weideangebot geringer, muss die übrige Ration entsprechend mitgedacht werden. „Es steht noch auf der Wiese“ sagt schließlich wenig darüber aus, wie viel dort noch zu holen ist.

Eine Heuanalyse kann helfen, die Nährstoffversorgung genauer einzuschätzen. Gerade Energie- und Eiweißgehalte lassen sich mit einem Blick auf den Ballen nicht zuverlässig bestimmen. Du musst deshalb nicht bei jeder Fütterung den Taschenrechner zücken: Schon eine fachlich eingeordnete Analyse kann viele Vermutungen durch brauchbare Orientierung ersetzen.

Eiweiß und Aminosäuren: Bausteine für das neue Fell

Haare bestehen überwiegend aus Keratin, einem Eiweiß. Für ihren Aufbau benötigt der Körper Aminosäuren – also die einzelnen Bausteine, aus denen Eiweiße zusammengesetzt sind.

Einige Aminosäuren kann das Pferd selbst herstellen, andere müssen über das Futter aufgenommen werden. Deshalb zählt bei der Eiweißversorgung neben der Menge auch, welche Aminosäuren enthalten sind und wie gut das Futter verwertet werden kann.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes Pferd im Fellwechsel automatisch ein zusätzliches Eiweißprodukt braucht. Auch Heu und Gras leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung. Wie groß dieser ist, sollte bei der Auswahl einer Ergänzung berücksichtigt werden.

Wenn die Ration hier eine Lücke aufweist, können passende eiweißliefernde Futterkomponenten sinnvoll sein. Entscheidend ist ihr Beitrag zur gesamten Fütterung. Eine lange Zutatenliste allein verrät darüber wenig.

Für die Praxis ist deshalb die Frage hilfreich: Fehlen meinem Pferd tatsächlich Bausteine – oder bekommt es sie längst über sein Grund- und Ergänzungsfutter?

Zink im Fellwechsel: Das ganze Pferd im Blick

Wenn es um Fellwechsel geht, fällt meist schnell das Wort Zink. Das Spurenelement spielt für Haut und Haar eine wichtige Rolle. Trotzdem lässt sich eine gute Fütterung nicht allein daran erkennen, wie viel Zink auf einer Verpackung steht.

Aus naturheilkundlicher Sicht betrachten wir das Pferd mit seiner gesamten Fütterung und Lebenssituation: Was liefert sein Grundfutter? Wie frisst und verdaut es? Wie entwickeln sich Haut, Fell, Hufe und Körperzustand über längere Zeit? Und was hat sich zuletzt verändert?

Zink ist dabei ein Teil des Bildes. Ebenso gehören eine passende Eiweißversorgung, ausreichend Raufutter und die übrigen Nährstoffe dazu. Auch die Frage, wie gut das Pferd sein Futter aufnehmen und verwerten kann, verdient Aufmerksamkeit.

Was natürliche Rohstoffe beitragen

Pflanzliche Futtermittel bringen von Natur aus unterschiedliche Nährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe mit. Genau diese Vielfalt schätzen wir an einer naturnahen Fütterung. Bei unseren natürlichen Mineralergänzungen betrachten wir deshalb die gesamte Rezeptur und ihren Platz in der täglichen Fütterung.

Die Angabe „ohne zugesetztes Zink“ bedeutet beispielsweise nicht, dass ein Futtermittel kein Zink enthält. Es kann bereits aus den verwendeten Rohstoffen stammen. Umgekehrt lässt sich aus der Natürlichkeit einer Zutat allein nicht ableiten, dass sie jedes Pferd ausreichend versorgt.

Unser Ansatz ist deshalb, natürliche Rohstoffe bewusst einzusetzen und die Entwicklung des Pferdes aufmerksam zu begleiten. In den Rückmeldungen unserer Kundinnen und Kunden zu PureMineral und RawMineral begegnen uns viele positive Erfahrungen. Solche Beobachtungen sind für uns wertvoll: Sie zeigen, wie sich ein Fütterungskonzept im Alltag bewährt. Sie können allerdings nicht jeden unbemerkten Nährstoffmangel ausschließen.

Beobachtung und gezielte Überprüfung ergänzen sich

Ein Pferd, das sein Gewicht hält, gut frisst und unauffällige Haut, Hufe und einen normalen Fellwechsel zeigt, gibt zunächst keinen Anlass, seine bewährte Fütterung allein wegen des Herbstbeginns grundlegend umzustellen.

Zeigen sich dagegen anhaltende Veränderungen, schauen wir genauer hin. Stumpfes Fell bedeutet nicht automatisch Zinkmangel. Dann gehören Grundfutter, Verdauung, Gesundheitszustand und die bisherige Versorgung gemeinsam betrachtet. Je nach Situation können eine Heuanalyse, fachliche Fütterungsberatung oder tierärztliche Untersuchung helfen.

Bedarfswerte geben dabei Orientierung. Wie gut ein Konzept zum einzelnen Pferd passt, beurteilen wir zusätzlich anhand seiner individuellen Voraussetzungen und Entwicklung. Wo eine Versorgungslücke erkennbar wird, kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein.

So natürlich wie möglich – so gezielt wie nötig. Für uns bedeutet das, natürliche Fütterung und gezielte Nährstoffversorgung sinnvoll miteinander zu verbinden.

Leinsamen und Leinöl: Was ist der Unterschied?

Leinprodukte gehören für viele Pferdehalter zur Fütterung während des Fellwechsels. Bei der Auswahl hilft es, genauer hinzusehen.

Leinöl liefert vor allem Fett und damit konzentrierte Energie. Es enthält viel Alpha-Linolensäure, eine Omega-3-Fettsäure. Eiweiß und die Schleimstoffe des Samens liefert das Öl dagegen nicht.

Leinsamen bringen neben ihrem Fettanteil auch Eiweiß, Faser- und Schleimstoffe mit. Leinkuchen entsteht nach dem Auspressen des Öls und enthält je nach Verarbeitung unterschiedliche Mengen Restfett.

Die Produkte erfüllen damit unterschiedliche Aufgaben. Bei einem Pferd, dessen Energieversorgung bereits reichlich ist, gehört ein großzügiger täglicher Schuss Öl ebenfalls in die Gesamtbetrachtung. Ein energiearmes Ergänzungsziel lässt sich nicht allein aus dem Wunsch nach schönem Fell ableiten.

Kräuter im Fellwechsel: Den Jahreszeiten bewusst begegnen

Wenn die Haare fliegen, haben bei uns auch die Kräuter ihren festen Platz im Futtertrog. In der naturheilkundlichen Pferdefütterung nutzen wir den Wechsel der Jahreszeiten gerne, um den Körper mit einer passenden Kräutermischung zu begleiten. Wir nennen das unseren kleinen Frühjahrs- beziehungsweise Herbstputz für den Körper.

Damit meinen wir keine Reinigung von vermeintlichen „Schlacken“, sondern die bewusste Begleitung der natürlichen Stoffwechsel- und Ausscheidungsprozesse. Schließlich gehört zum Fellwechsel mehr als das, was nach dem Putzen auf der Stallgasse liegt.

Mit SchwungVoll durch den Fellwechsel

Für diese Zeit empfehlen wir SchwungVoll kurweise über vier bis sechs Wochen. In der Mischung kommen Mariendistelsamen, Artischocke, Löwenzahn, Brennnessel, Birkenblätter, Goldrute, Schafgarbe und Pfefferminze zusammen.

Die Auswahl folgt der traditionellen Kräuterkunde: Mariendistel und die bitterstoffreiche Artischocke werden besonders mit Leber und Verdauung verbunden. Brennnessel, Birke und Goldrute haben ihren angestammten Platz rund um die natürliche Ausscheidung. Löwenzahn, Schafgarbe und Pfefferminze vervollständigen die Mischung.

Uns gefällt daran der ganzheitliche Gedanke: Mehrere Pflanzen mit unterschiedlichen Schwerpunkten finden in einer Rezeptur zusammen. Genau dafür steht der Name SchwungVoll – für unsere pflanzliche Begleitung in Zeiten, in denen sich beim Pferd einiges verändert.

Die kleinen Kräuterpellets lassen sich unkompliziert unter das gewohnte Futter mischen. So bekommt die Kräuterkur ihren festen Platz im Stallalltag, während gutes Raufutter, eine passende Mineralversorgung und tägliche Bewegung die Grundlage bilden.

Dein Fütterungscheck für den Fellwechsel

Du brauchst keine komplizierte Tabelle, um einen ersten Überblick zu bekommen. Diese fünf Fragen helfen:

  1. Kommt mein Pferd ausreichend und in Ruhe an sein Grundfutter?
    Beobachte eine Fütterung einmal etwas länger. Fressplatz, Rangordnung und Kauleistung gehören dazu.

  2. Bleiben Gewicht und Körperzustand stabil?
    Schau regelmäßig hin und taste auch unter das dichter werdende Fell. Notizen oder vergleichbare Fotos können Veränderungen sichtbar machen.

  3. Was hat sich in den letzten Wochen verändert?
    Weniger Weide, neues Heu, andere Arbeit oder eine neue Herde können für die Beurteilung wichtig sein.

  4. Welche Ergänzungen bekommt mein Pferd bereits?
    Notiere Produkte und Tagesmengen. Achte besonders auf mehrfach enthaltene Spurenelemente.

  5. Welches konkrete Ziel hätte ein weiteres Produkt?
    Eine klare Antwort erleichtert die Auswahl: beispielsweise eine festgestellte Versorgungslücke schließen oder eine bewusst gewählte Kräuterkomponente ergänzen.

Wenn sich dabei Fragen auftun, ist eine Fütterungsberatung sinnvoll. Besonders hilfreich sind dafür Angaben zum Grundfutter, die tatsächlichen Futtermengen und vorhandene Analysen.

Drei häufige Missverständnisse am Futtertrog

„Jetzt braucht es auf jeden Fall mehr Kraftfutter.“
Eine größere Portion sollte sich aus der Energieversorgung ergeben. Der Kalender allein begründet sie nicht.

„Wenn ein Produkt gut ist, sind mehrere noch besser.“
Bei Kombinationen zählt, was insgesamt aufgenommen wird. Zwei unterschiedlich benannte Produkte können ähnliche Nährstoffe liefern.

„Am Fell sehe ich genau, was fehlt.“
Fellveränderungen sind eine Beobachtung, aber keine fertige Diagnose. Auch ein glänzendes Fell bestätigt umgekehrt nicht, dass jeder einzelne Nährstoff ausreichend vorhanden ist.

Wann du genauer hinschauen solltest

Deutlicher Gewichtsverlust, anhaltende Mattigkeit, nachlassender Appetit, kahle oder entzündete Hautstellen gehören tierärztlich abgeklärt.

Auch ein ungewöhnlich langes, teils lockiges Fell oder ein auffällig verzögertes Abhaaren sollte angesprochen werden – besonders bei älteren Pferden. Solche Veränderungen können unter anderem bei PPID auftreten. Sie sind kein Grund, auf eigene Faust immer weitere Ergänzungen auszuprobieren.

Je nach Beobachtung können anschließend eine Zahnkontrolle, Heuanalyse oder Überprüfung der Ration sinnvoll sein. So lässt sich gezielt dort ansetzen, wo dein Pferd Unterstützung benötigt.

Welche Mineralergänzung passt zu deinem Pferd?

Bei NATURANIMA orientieren wir uns an dem Gedanken: So natürlich wie möglich – so gezielt wie nötig. Unser Ziel ist naturverbunden gesund.

Mit PureMineral und RawMineral verfolgen wir den Ansatz einer Mineralergänzung aus komplett natürlichen Rohstoffen. Diese liefern nicht nur Mineralien & Spurenelemente, sondern auch wichtige sekundäre Pflanzenstoffe wie Antioxidantien, natürliche Vitamine, Gerb- und Bitterstoffe.

BasicMineral ergänzt ausgewählte Spurenelemente – Zink, Kupfer und Mangan – sowie Selen aus Selenhefe und Vitamin E in definierten Mengen. Es kommt infrage, wenn diese Nährstoffe gezielt ergänzt werden sollen.

In unserer Übersicht zur Mineralversorgung kannst du die verschiedenen Konzepte kennenlernen. Wenn du bei der Auswahl unsicher bist, helfen wir dir gerne, die Produkte im Zusammenhang mit deiner bisherigen Fütterung einzuordnen.

 

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